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Wildzaun

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Wildzaun – zuverlässiger Schutz für Wald, Weide und Garten

Ein Wildzaun schützt Ihre Flächen vor dem Eindringen von Rehen, Wildschweinen, Füchsen und anderen Wildtieren. Das Knotengeflecht aus feuerverzinktem Stahldraht ist die bewährte Lösung in der Forstwirtschaft, der Landwirtschaft und im privaten Gartenbereich. Im Gegensatz zu starren Zaunsystemen wie dem Doppelstabmattenzaun ist der Wildzaun flexibel, passt sich unebenem Gelände an und lässt sich auch auf Strecken von mehreren hundert Metern wirtschaftlich einsetzen. Bei zaundirekt.de finden Sie Wildzäune in verschiedenen Höhen und Drahtstärken – als Wildschutzzaun für die Aufforstung ebenso wie als Tierschutzzaun für den Garten.

Knotengeflecht – Aufbau und Funktionsprinzip

Das Knotengeflecht ist die technische Basis jedes Wildzauns. Horizontale Spanndrähte und vertikale Drähte werden an den Kreuzungspunkten fest miteinander verknotet – nicht verschweißt wie bei Stabmattenzäunen. Dieser Unterschied ist entscheidend: Die Knotenverbindung gibt dem Geflecht Flexibilität und Stoßfestigkeit. Prallt ein Reh oder Wildschwein gegen den Zaun, federt das Geflecht den Aufprall ab und verteilt die Energie über eine größere Fläche. Verschweißte Verbindungen würden bei derselben Belastung eher brechen.

Die Maschenweite ist bei den meisten Wildzäunen im unteren Bereich deutlich enger als oben. Dieses sogenannte Stufengeflecht hat einen praktischen Grund: Die engen Maschen unten (ca. 10 cm) verhindern, dass Jungtiere, Hasen oder Kaninchen durchschlüpfen. Im oberen Bereich sind die Maschen weiter (bis 30 cm), was Material und Gewicht spart – dort muss der Zaun nur das Überspringen verhindern, nicht das Durchschlüpfen. Achten Sie beim Kauf auf die Angabe der Maschenweiten: Je kleintieriger der Schutz sein soll, desto enger muss das untere Geflecht sein.

Richtige Höhe nach Tierart wählen

Die Wahl der Zaunhöhe richtet sich nach der Tierart, gegen die der Zaun schützen soll. Das ist keine Pauschalentscheidung – jede Tierart hat ein anderes Sprung- und Grabverhalten:

Rehwild: Rehe überspringen Hindernisse bis etwa 130 cm. Ein Wildzaun von 150 cm Höhe bietet daher ausreichend Schutz für die meisten Anwendungen. Für stark frequentierte Wildwechsel empfehlen wir einen Wildschutzzaun 160 cm, der auch bei Fluchtverhalten zuverlässig hält.

Rotwild: Hirsche springen deutlich höher als Rehe. Hier sollte der Zaun mindestens 180 cm, besser 200 cm hoch sein. Ein Wildschutzzaun dieser Höhe wird typischerweise in der Forstwirtschaft und an Bundesstraßen eingesetzt.

Wildschweine: Wildschweine springen kaum, graben aber intensiv. Eine Zaunhöhe von 120–150 cm genügt – entscheidend ist die Bodensicherung. Der untere Zaunrand muss mit einem eingegrabenen Spanndraht oder Erdankern gesichert werden. Ohne Bodensicherung wühlen sich Wildschweine innerhalb weniger Stunden unter dem Zaun hindurch.

Kaninchen und Hasen: Für den Schutz von Gemüsebeeten und Jungpflanzen reicht ein Wildzaun mit 100 cm Höhe. Wichtig ist hier die enge Maschenweite am Boden (maximal 5–8 cm) und ein mindestens 20 cm tief eingegrabener Zaun, da Kaninchen notorische Gräber sind.

Drahtstärken und Verzinkung

Wildzäune werden in zwei gängigen Drahtstärken angeboten. 2,0 mm Draht ist die Standardstärke für den Privatgarten und leichte Anwendungen wie Schutz vor Kaninchen und Rehwild. Er lässt sich leichter verarbeiten, ist flexibler beim Spannen und reicht für Zaunlängen bis 100 Meter vollkommen aus.

2,5 mm Draht ist die Wahl für Forstwirtschaft, Wildgehege und Flächen mit hohem Wilddruck. Der dickere Draht widersteht stärkeren mechanischen Belastungen und hat eine deutlich längere Lebensdauer unter schwierigen Bedingungen. Für den Schutz vor Wildschweinen empfehlen wir grundsätzlich 2,5 mm – die Tiere testen die Stabilität des Zauns wiederholt und systematisch.

Alle Drähte sind feuerverzinkt nach DIN EN 10244. Die Zinkschicht schützt den Stahldraht 15 bis 25 Jahre vor Korrosion. In sauren Böden (Nadelwaldgebiete, moorige Flächen) liegt die Standzeit am unteren Ende – hier empfiehlt sich eine dickere Verzinkung oder der Einsatz von Spanndrähten mit Kunststoffummantelung am Boden.

Wildzaun aufstellen – Pfosten und Montage

Für die Montage eines Wildzauns benötigen Sie Pfosten, Spanndraht und Befestigungsmaterial. Der Wildzaun Pfosten Abstand liegt in der Regel bei 3 bis 5 Metern – deutlich weiter als bei einem Doppelstabmattenzaun (250 cm). Das macht den Wildzaun auf großen Flächen wirtschaftlich.

T-Pfosten aus Stahl sind die modernste und schnellste Lösung. Sie werden mit einem Pfostenrammer direkt in den Boden getrieben – kein Betonieren, kein Graben. T-Pfosten halten dauerhaft, rosten nicht (feuerverzinkt) und haben vorgestanzte Haltenasen, an denen sich das Knotengeflecht direkt einhängen lässt. Für einen Wildzaun mit 150 cm Höhe verwenden Sie T-Pfosten mit 200 cm Gesamtlänge, damit 50 cm im Boden stecken.

Holzpfosten sind die traditionelle Variante, besonders in Waldgebieten, wo sie sich optisch besser einfügen. Kesseldruckimprägnierte Kiefernpfähle mit 8–10 cm Durchmesser werden 50–60 cm tief eingegraben. Die Befestigung des Knotengeflechts erfolgt mit verzinkten Krampen (U-Nägeln). An Eck- und Endpunkten müssen Holzpfosten mit Schrägstreben abgestützt werden, um die Zugkraft des gespannten Drahts aufzufangen.

Wenn Sie einen Wildzaun spannen möchten, beginnen Sie an einem Eckpfosten: Befestigen Sie die Rolle am ersten Pfosten, wickeln Sie das Geflecht ab und befestigen Sie es am nächsten Pfosten. An der Oberkante und Unterkante wird ein durchgehender Spanndraht (3,1 mm verzinkt) gezogen, der dem Zaun seine Grundspannung gibt. Der Spanndraht wird mit einem Drahtspanner (Weidezaunspanner) auf Zug gebracht. Ohne Spanndraht hängt das Knotengeflecht durch und bietet keinen zuverlässigen Schutz. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Pfostenmontage finden Sie im Ratgeber Zaunpfosten einbetonieren.

Wildzaun Tor – Zugang einplanen

Vergessen Sie bei der Planung nicht den Zugang zu Ihrer eingezäunten Fläche. Ein Wildzaun Tor muss breit genug sein, damit landwirtschaftliche Fahrzeuge oder Forsttechnik hindurchpassen – in der Regel mindestens 3 Meter lichte Weite. Für den reinen Personenzugang reicht ein Gartentor mit 1 Meter Breite. An der Torposition werden verstärkte Torpfosten gesetzt (Holzpfosten mit 12–15 cm Durchmesser oder verstärkte Stahlpfosten). Die Torhöhe sollte der Zaunhöhe entsprechen, damit keine Lücke entsteht, durch die Tiere eindringen können.

Unterschied zum Maschendrahtzaun

Wildzaun und Maschendrahtzaun werden gelegentlich verwechselt, unterscheiden sich aber grundlegend. Der Maschendrahtzaun besteht aus ineinander verflochtenen Spiraldrähten und bildet gleichmäßige rautenförmige Maschen. Er eignet sich für Grundstückseinfriedungen im Wohn- und Gartenbereich. Der Wildzaun dagegen hat verknotete Kreuzungspunkte, variable Maschenweiten (enger unten, weiter oben) und ist für deutlich größere Flächen und höhere mechanische Belastungen durch Wildtiere ausgelegt. Wenn Sie unsicher sind, welcher Zauntyp der richtige ist, hilft Ihnen unser Ratgeber Welcher Zaun ist der richtige? bei der Entscheidung.

Häufige Fragen zum Wildzaun

Welche Pfosten eignen sich für einen Wildschutzzaun?

Für einen Wildschutzzaun eignen sich sowohl T-Pfosten aus Stahl als auch kesseldruckimprägnierte Holzpfähle. T-Pfosten lassen sich schneller setzen (kein Graben, kein Betonieren) und sind langlebiger. Holzpfähle fügen sich optisch besser in Waldgebiete ein. An Eck-, End- und Torpunkten sind immer verstärkte Pfosten mit Abstützung erforderlich, da dort die Zugkräfte am höchsten sind. Passendes Montagematerial finden Sie bei Pfosten-Zubehör.

Wie lange hält ein Wildzaun?

Ein feuerverzinkter Wildzaun mit 2,5 mm Drahtstärke hält im Durchschnitt 15 bis 25 Jahre. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von drei Faktoren ab: der Bodenbeschaffenheit (saure Waldböden greifen die Zinkschicht schneller an), der mechanischen Belastung durch Wildtiere und der Qualität der Verzinkung. In neutralen bis leicht alkalischen Böden und bei mittlerem Wilddruck erreichen hochwertige Knotengeflechte problemlos 20 Jahre und mehr.

Kann ich einen Wildzaun selbst aufstellen?

Ja, ein Wildzaun aufstellen ist auch für Privatpersonen gut machbar. Sie benötigen Pfosten, einen Pfostenrammer (bei T-Pfosten) oder einen Spaten (bei Holzpfählen), Spanndraht, einen Drahtspanner und Krampen oder Drahtbinder. Zu zweit schaffen Sie 50 bis 100 Meter pro Tag – je nach Geländebeschaffenheit. Das Wichtigste: Spannen Sie den Zaun straff, fixieren Sie ihn am Boden und stützen Sie die Eckpfosten mit Streben ab.