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Gabionensteine – Naturstein für Ihre Steinkörbe
Gabionensteine sind die sichtbare Seite jeder Gabione: Sie bestimmen, ob die Steinkörbe hell und leicht oder dunkel und massiv wirken. Bei zaundirekt.de erhalten Sie Naturstein in vier Sorten – Alpen, Basalt, Jura und Muschelkalk – jeweils in einer Körnung, die zu den gängigen Maschenweiten passt. Alle Sorten sind frostsicher, witterungsbeständig und damit langlebig genug für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich – in Drahtkörben ebenso wie in fertigen Gabionensystemen.
Unsere vier Steinsorten
Die Wahl der Steinart ist vor allem eine gestalterische Entscheidung. Technisch sind alle vier Sorten für Gabionenkörbe und Gabionenzäune gleichermaßen geeignet.
Alpen: Körnung 60–150 mm, Grau/Schwarz/Weiß
Der Alpenstein ist unser Klassiker und keine einheitliche Gesteinsart, sondern eine Mischung – daher das lebendige Zusammenspiel der Farben. Mit einer Körnungsspanne bis 150 mm eignet er sich auch für tiefere Körbe, in denen große Steine zur Geltung kommen. Ein praktischer Nebeneffekt der Farbmischung: Kleine Unregelmäßigkeiten beim Schlichten fallen weniger auf als bei einfarbigem Material.
Basalt: Körnung 60–120 mm, Grau/Schwarz
Basalt ist ein Vulkangestein und damit besonders hart und kantenstabil. Er reagiert nicht auf sauren Regen und verändert sein Aussehen über Jahrzehnte praktisch nicht – die sicherste Wahl, wenn die Füllung dauerhaft unverändert bleiben soll. Die dunkle, ruhige Optik passt gut zu anthrazitfarbenen Zaunsystemen.
Jura: Körnung 60–120 mm, Beige
Jura ist ein heller Kalkstein in gleichmäßigem Beige. Er wirkt deutlich leichter als dunkles Material und ist die richtige Wahl, wenn eine Gabione in einem kleinen Garten oder vor einer hellen Fassade nicht zu massiv erscheinen soll. Als Kalkstein ist er weicher als Basalt und kann über sehr lange Zeiträume minimal abwittern.
Muschelkalk: Körnung 60–150 mm, Beige/Creme/Grau
Muschelkalk ist ebenfalls ein Kalkstein, fällt aber lebendiger aus: Beige, Creme und Grau mischen sich, und im Bruch werden häufig Fossilien- und Muschelstrukturen sichtbar – daher der Name. Die warme Farbgebung harmoniert gut mit Holz, Beton und modernen Fassaden. Wie Alpen reicht auch Muschelkalk bis 150 mm Körnung.
Jura oder Muschelkalk – welcher passt besser?
Beide sind Kalksteine und beide hell, deshalb lohnt der direkte Vergleich. Jura ist der ruhigere von beiden: gleichmäßiges Beige, zurückhaltende Struktur. Er wirkt geordnet und passt zu klaren, modernen Gartenkonzepten. Muschelkalk bringt mehr Farbspiel und durch die Fossilieneinschlüsse eine deutlich lebendigere Oberfläche mit – jede Gabione sieht damit ein Stück weit individuell aus.
Praktisch unterscheiden sie sich außerdem in der Körnung: Muschelkalk reicht bis 150 mm und eignet sich damit auch für tiefere Körbe, Jura endet bei 120 mm. Wenn Sie unsicher sind, bestellen Sie von beiden ein 1-kg-Muster – nebeneinander im Garten ist der Unterschied sofort erkennbar.
Wofür Gabionensteine verwendet werden
Die häufigste Anwendung ist die Grundstückseinfriedung: Schmale Drahtkörbe werden zu einer durchgehenden Linie verbunden und ersetzen den klassischen Zaun. Weil die Steine dicht liegen, entsteht dabei automatisch ein blickdichter Sichtschutz, der weder gestrichen noch imprägniert werden muss.
Ebenso verbreitet sind massive Steinkörbe als Stützmauer am Hang, als Beetbegrenzung oder als Sitzbank im Garten. Und weil Naturstein Schall reflektiert und dämpft, eignen sich befüllte Gabionen auch als Lärmschutz an stark befahrenen Straßen.
Als Steine für Gabionen kommen dabei fast ausschließlich gebrochene Natursteine zum Einsatz. Der Grund ist praktischer Natur: Kantiger Bruchstein verhakt sich im Korb, während runde Kiesel unter dem Eigengewicht nachrutschen und die Füllung mit den Jahren absacken lassen. Die Hohlräume zwischen den kantigen Steinen sind übrigens ein willkommener Nebeneffekt – sie bieten Insekten und Eidechsen Unterschlupf.
Welche Körnung passt zu meiner Maschenweite?
Die Grundregel ist einfach: Das Füllmaterial muss größer sein als die Maschenweite, sonst fallen die Steine durch das Gitter. Maßgeblich ist immer die kleinere Seite der Masche – bei einer Maschenweite von 50 × 100 mm also die 50-mm-Kante.
Deshalb beginnen alle unsere Gabionensteine bei 60 mm, mit ausreichend Sicherheitsabstand zur Masche. Nach oben liegt der praktische Bereich für schlanke Gabionenzäune bei 120 mm, für tiefere Körbe sind auch 150 mm sinnvoll. Ausführlich erklärt ist das Thema in unserem Ratgeber Gabionen richtig befüllen.
Wie viel Stein brauche ich?
Zur Berechnung der Menge gibt es eine Faustformel:
Volumen der Gabione in Metern (Höhe × Länge × Breite) × 1,7 = Schüttgewicht in Tonnen
Ein laufender Meter Gabionenzaun mit 30 cm Tiefe und 1,80 m Höhe benötigt danach rund 900 kg Steine, bei 20 cm Tiefe etwa 610 kg. Die Formel liefert einen Richtwert – wer die Sichtseite sorgfältig von Hand schlichtet, braucht etwas mehr Material als beim losen Schütten. Alle Rechenbeispiele und weitere Hinweise zu den Gabionensteinen finden Sie auf unserer Infoseite.
Bestellmengen und Lieferung
Sie können die Gabionensteine in folgenden Mengen bestellen:
- 1 kg als Muster – kommt per Paketdienst
- BigBag mit 250, 500, 750 oder 1.000 kg – Lieferung per Spedition
Wir empfehlen, vor einer größeren Bestellung ein Muster zu ordern. Steinfarben wirken im Garten anders als auf dem Bildschirm, und eine Fehlentscheidung lässt sich bei mehreren hundert Kilogramm nicht mehr korrigieren.
Die Speditionslieferung erfolgt frei Bordsteinkante. Prüfen Sie vorher, ob die Zufahrt für einen LKW mit bis zu 40 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht geeignet ist und die Abladefläche mit einem Hubwagen befahren werden kann. Ab einem Warenwert von 499,- € liefern wir deutschlandweit versandkostenfrei.
Was Sie bei Naturstein wissen sollten
Gabionensteine sind ein Naturprodukt und werden ungewaschen geliefert. Farbe, Form und Größe schwanken von Lieferung zu Lieferung – das gehört zum Material und ist kein Mangel. Im Handel mit Naturstein sind zudem bis zu 20 % Kleinkorn und anhaftender Staub sowie bis zu 15 % Überkorn üblich. Kalkulieren Sie diesen Anteil bei der Bestellmenge mit ein.
Ein Hinweis zur Optik: Für Produktfotos werden Natursteine üblicherweise gereinigt und nass aufgenommen, weil Struktur und Farbe so besser zur Geltung kommen. Bei der Lieferung sind die Steine trocken und staubig und wirken dadurch blasser. Nach dem ersten Regen relativiert sich das.
Bitte beachten Sie außerdem, dass zu viel bestellte Steine nicht zurückgenommen werden können. Rechnen Sie deshalb mit einem Puffer von etwa zehn Prozent, aber nicht großzügiger.
Passendes Zubehör
Für den Aufbau benötigen Sie neben den Steinen die passenden Körbe sowie Distanzhalter, die ein Ausbauchen des Gitters verhindern. Beides finden Sie unter Gabionen-Zubehör. Wer die Gabione zusätzlich als Lärmschutz einsetzen möchte, findet unter Gabionen-Schallschutz Systeme mit integrierter Dämmplatte.
Häufige Fragen zu Gabionensteinen
Welche Steine nimmt man für Gabionen?
Am gebräuchlichsten sind kantige Natursteine wie Basalt, Granit, Kalkstein oder Grauwacke mit einer Körnung von 60 bis 120 mm. Kantiges Material verhakt sich besser als runde Kiesel und sackt weniger nach. Entscheidend ist, dass die Steine größer sind als die kleinere Kante der Maschenweite.
Wie viel kg Steine brauche ich für eine Gabione?
Multiplizieren Sie das Volumen der Gabione in Metern mit 1,7 – das Ergebnis ist das Schüttgewicht in Tonnen. Ein Korb mit 100 × 50 × 50 cm benötigt danach rund 425 kg, ein Korb mit 50 × 50 × 50 cm etwa 210 kg.
Kann ich Gabionensteine zurückgeben?
Zu viel bestellte Steine können wir nicht zurücknehmen. Planen Sie die Menge deshalb sorgfältig und bestellen Sie im Zweifel zunächst ein 1-kg-Muster, um Farbe und Struktur vorab zu prüfen.




